Der Christstollen / Dresdner Stollen

Criststollen

Der bekannte Christstollen ist insbesondere in der Weihnachtszeit beliebt. Das Gebäckstück aus schwerem Hefeteig soll in seiner Form an das gewickelte Christkind erinnern. Bekannt ist der Christstollen auch unter dem Namen Stollen oder Stolle. Auf zehn Kilogramm Mehl bezogen muss ein Christstollen mindestens drei Kilogramm Butter oder Margarine beinhalten. Hinzu kommen sechs Kilogramm Trockenfrüchte. Allerdings dürfen für das Original lediglich Rosinen, Korinthen oder Sultaninen verwendet werden.

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Arten des Christstollens
Natürlich unterscheidet man auch beim Christstollen zwischen zahlreichen verschiedenen Arten. So finden sich Mandelstollen, Butterstollen, Marzipan- bzw. Persipanstollen, Mohnstollen, Nussstollen, der bekannte Dresdner Stollen, Quarkstollen, Rotwein- und Champagnerstollen und viele weitere Unterarten.
Beim Mandelstollen müssen je Kilogramm Getreideerzeugnisse oder Stärken mindestens 200 Gramm Mandeln verwendet werden, damit der Stollen als Mandelstollen bezeichnet werden darf.
Der Butterstollen muss auf 100 Kilogramm Getreideerzeugnisse mindestens 40 Kilogramm Butter enthalten. Zusätzlich kommen noch 70 Kilogramm Trockenfrüchte hinzu. Je nach Belieben können auch Marzipanrohmasse und Mandeln hinzugegeben werden.
Der Marzipanstollen darf als solcher bezeichnet werden, wenn mindestens fünf Prozent des Gesamtgewichts aus Marzipanrohmasse bestehen. Alternativ wird hier Persipan eingesetzt.
Beim Nussstollen sind mindestens fünf Prozent Nusskerne enthalten, die als Füllung auftreten, beim Mohnstollen werden fünf Prozent Mohn verarbeitet.
Der bekannteste Christstollen ist der Dresdner Stollen. Nachdem 1997 der Dresdner Stollen als Patent eingetragen wurde, darf dieser Stollen lediglich von Bäckereien aus Dresden und der näheren Umgebung in Umlauf gebracht werden. Dabei werden die verschiedenen Dresdner Stollen nach den Zutaten unterschieden in den „Echten Dresdner Stollen“, den „Echten Dresdner Christstollen“ und den „Original Dresdner Christstollen“. Enthalten sein müssen mindestens drei Kilogramm wasserfreier Fette, außerdem sieben Kilogramm Trockenfrüchte. Hierbei kommen vorrangig Rosinen zum Einsatz, Mandeln, Orangeat und Zitronat werden ebenfalls zugegeben. Persipan oder Marzipan sind im Dresdner Stollen hingegen nicht enthalten.
Der Quarkstollen dagegen muss mindestens 40 Prozent Quark und 20 Prozent Butter beinhalten. Beim Champagnerstollen werden die Rosinen oder Sultaninen über Nacht in dem Alkohol getränkt, damit sie dessen Geschmack annehmen. Der Rotweinstollen wird recht ähnlich zubereitet, allerdings ersetzt der trockene Rotwein das Wasser im Teig.

Grundrezept für Dresdner Christstollen
Nachdem der Dresdner Christstollen bereits um 1530 geschichtlich erstmals erwähnt wurde und bis heute weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist, darf an dieser Stelle natürlich auch ein Rezept für diesen nicht fehlen.

Zutaten:
1 Kilogramm Mehl
450 Gramm Butter
½ Liter Milch
200 Gramm Zucker
100 Gramm frische Hefe
10 Gramm Salz
je 1 Teelöffel Zimt, Ingwerpulver, Kardamom und Muskatblüte
1 Prise gemahlene Nelken
Schale von einer abgeriebenen Zitrone
1 Esslöffel Mandel-Aroma, alternativ 30 Gramm bittere Mandeln
1 Teelöffel frisch geriebener Ingwer
30 Gramm Ingwer
500 Gramm Rosinen
150 Gramm Korinthen
150 Gramm gestiftelte Mandeln
150 Gramm kandierte Zitronen-Schalen
150 Gramm kandierte Orangen-Schalen
100 Gramm Butter
60 Gramm Zucker
70 Gramm Puderzucker
4 Päckchen Vanillezucker

Zubereitung:
Das Mehl ist zunächst fein in eine Schüssel zu sieben. In der Mitte wird nun eine Kuhle gebildet, in die die Hefe kommt. Diese wird nun mit erwärmter Milch und einem Teelöffel Zucker zu einem flüssigen Brei verarbeitet. Dabei ist die Rede vom bekannten Vorteig, der nun 45 Minuten lang gehen muss.
Die Rosinen und Korinthen werden währenddessen mit kochendem Wasser überbrüht und dürfen etwa 15 Minuten lang quellen. Danach werden sie abgeseiht und vorsichtig abgetrocknet. Die Zitronen- und Orangenschalen müssen nun gehackt werden. Jetzt muss nur noch die Butter verflüssigt und die Milch erwärmt werden. Gemeinsam mit den Gewürzen, der Butter und Milch wird das Ganze zum Vorteig gegeben und mit diesem vermengt.
Der so entstandene Teig sollte nochmals eine Stunde gehen. Erst danach werden die Rosinen, Korinthen und Mandeln in den Teig geknetet, der dann eine weitere Stunde gehen sollte. Die Stollenbackhaube und das Backblech werden mit Butter ausgefettet, der Backofen auf 180° C vorgeheizt. Der Stollen darf dann backen, am besten wird die Garprobe mit einer Nadel durchgeführt. Etwa zehn bis 15 Minuten vor dem Ende der Backzeit darf die Stollenbackhaube abgenommen werden.
Der Stollen wird dann noch mit heißer Butter bestrichen, damit der Zucker besser haften kann und mit Hagel- und Vanillezucker bestreut. Der Puderzucker kommt erst ganz zum Schluss zum Einsatz. Am besten wird der Stollen nun noch luftdicht verpackt, damit er länger hält. Allerdings sollte dies erst nach dem vollständigen Auskühlen geschehen.