Dampfnudeln aus Hefeteig

Hefeteig

Eine weitere Spezialität aus Hefeteig sind die Dampfnudeln. Diese sind ursprünglich in der Pfälzer und der bayerischen Küche zu finden, wobei der genaue Ursprung jedoch bis heute ungeklärt ist. Wie der Hefeteig im Allgemeinen können die Dampfnudeln sowohl deftig, als auch süßlich zubereitet werden. Das Besondere an diesen Nudeln ist der knusprige Boden, sowie die weiche Oberfläche. Diese stammen von dem gleichzeitigen Braten und Dämpfen, welches typisch für die Zubereitung der Dampfnudeln ist.

Grundlagen der Zubereitung von Danpfnudeln
Der Teig für die Dampfnudeln basiert auf einem typischen Hefeteig, der neben Hefe, auch Salz, Milch, Butter und Zucker enthält. In einigen Fällen werden ebenfalls Eier zu diesem Teig hinzugegeben. Nach dem Gehen wird der Teig zu Kugeln geformt, woher vermutlich auch der Name Nudel stammt. Dies scheint eine Ableitung vom Knödel zu sein. Denn im Grunde genommen erinnern die Dampfnudeln doch eher an Knödel. Je nachdem, ob die Dampfnudeln zum süßen Dessert, wie in Bayern üblich, oder zur deftigen Hauptspeise, wie in der Pfalz häufig anzutreffen, werden soll, unterscheidet sich die Zubereitung.
Bei der süßen Variante werden die Dampfnudeln mit Butter und Milch gegart, bei der deftigen Variante in Wasser und Fett. Ist die Flüssigkeit nach etwa 15 bis 25 Minuten verkocht, bleiben die Dampfnudeln am Boden des Topfes kleben. Dort bildet sich eine idealerweise goldbraune Kruste, die dann einen süßen oder deftigen Geschmack annimmt. Durch dieses Ankleben am Topfboden sollten ausschließlich Töpfe mit dickem Boden oder einer besonderen Antihaftbeschichtung verwendet werden. Die traditionelle Zubereitung der Dampfnudeln erfolgt in einer gusseisernen Pfanne. Der Topf bzw. die Pfanne sind zusätzlich mit einem Deckel abzudecken, damit der Dampf nicht entweichen kann.
Varianten der Dampfnudeln
Die Dampfnudeln können auf viele verschiedene Arten genossen werden. So ist die Zubereitung mit Beilagen wie Kraut, Salat, Gurken oder Champignons durchaus denkbar. Wer die Dampfnudeln als Dessert genießen möchte, wird auf Vanillesoße oder Weinschaumsoße setzen. Ebenfalls kann Kompott dazu gereicht werden. In vielen Fällen werden die Dampfnudeln auch mit Marmelade und anderen Leckereien gefüllt.
In der Pfalz werden Dampfnudeln in zwei Gängen genossen. Zunächst als Hauptgericht, etwa mit einer Gemüsesuppe genossen, folgt danach der Gang, in dem die Dampfnudeln mit Vanillesoße, Obst oder Kompott gegessen werden.

Grundrezept Dampfnudeln
Natürlich darf an dieser Stelle auch kein Rezept für die Dampfnudeln fehlen. Allerdings variieren die verschiedenen Rezepte sehr stark, so dass sich jeder noch eigene Variationen ausdenken kann, um den Geschmack den eigenen Wünschen noch besser anzupassen.

Zutaten:
500 Gramm Mehl
50 Gramm Zucker
30 Gramm Hefe
¼ Liter Milch
1 Ei
50 Gramm Butter
1 Prise Salz

Zubereitung:
Zunächst wird das Mehl in eine Schüssel gesiebt. In die Mehlmasse wird dann eine Kuhle gedrückt, in die die Hefe gelangt. Der Zucker wird auf den Rand gestreut, das Ganze wird nun mit etwas lauwarmer Milch verrührt. Daraus entsteht der bei Hefeteig übliche Vorteig, der etwa für 15 Minuten gehen sollte. Danach werden das Ei und die verbleibende Milch verrührt und zum Vorteig gegeben. Dieser wird jetzt kräftig geknetet, am besten bis er Blasen wirft.
Danach wird der Teig in zehn gleiche Teile geteilt, die dann zu gleich großen Kugeln geformt werden. Das Ganze muss nochmals für etwa 30 Minuten gehen. Am besten gelingt der Teig, wenn er für das Gehen zugedeckt wird. In der Zwischenzeit können Butter und Milch oder Wasser und Fett, je nach Wunsch, in einem ausreichend großen Topf erhitzt werden. Die Dampfnudeln benötigen dann ca. 20 Minuten bei schwacher Hitze. Um ein Zusammenfallen der Nudeln zu verhindern, darf der Deckel während des Dämpfens nicht geöffnet werden.